Auf den Spuren von Wilhelm Busch,

die ‹Halbtagesfahrt› am 30.Juni 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   

Mit zwei Bussen der Firma RBB ging es pünktlich los, auf, zu einer ungewöhnlichen Expedition. Unser Vorsitzender klärte uns in einem illusteren Vortrag über das Leben und Wirken eines  Mannes auf, der viel zu viel geraucht hatte. Einem hervorragenden Erzähler und Illustrator, sozusagen dem Erfinder des Comics, der, wenn er nicht gestorben wäre, am 15.April 2007 seinen 175. Geburtstag gefeiert hätte.

 

Die Raststätte Seesen war unser erster Halt. Notdurft nur gegen Bares!  Und keine Spur von Wilhelm Busch!

 

        In Ebergötzen, einem kleinen Örtchen, etwas südlich von Krebeck, dem Mittelpunkt Deutschlands, wimmelte es nur so von Spuren. Ein Vortrag machte uns zu echten Busch Experten.

         Die Mühle war es, welche viele von uns an die Lausbubenstreiche von Max und Moritz erinnerte. Die Dame der Führung bekam bei ihren Erklärungen sach- und fachkundige Unterstützung von unserem Müllermeister. Sie setzte die noch funktionstüchtige Wassermühle in Gang und seit dem weiß ich, warum die Mühle am rauschenden Bach klappert. In der Mühle, direkt neben der "Klapper", gibt es ein winziges Zimmerchen, welches sich vier Mägde teilen mussten und das auch noch mit den Hühnern und deren Untermietern. Nun weiß ich, dass der Ausspruch "mit den Hühnern ins Bett gehen" auch noch eine Bedeutung haben kann, auf die ich nicht so einfach gekommen wäre. Die Knechte wohnten übrigens gleich gegenüber!       

 

         Es war Zeit für eine Tasse Kaffee und etwas Kuchen, denn die Magenwände der meisten Teilnehmer rieben schon aneinander. Darum kehrten wir im Hotel Restaurant Rodetal ein, wo alles schon gefällig für uns vorbereitet war. Die Tische waren liebevoll gedeckt, und in der Mitte standen Teller mit gewürfeltem Kuchen und ein Schälchen geschlagener Sahne. Nach dieser Stärkung ging es weiter nach Mechtshausen, wo seine Gebeine auf dem Friedhof ruhen. Wilhelm ist zwar schon lange tot, aber selbst davon scheint man noch ganz gut zu leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Besuch des Wilhelm Busch Hauses, in dem man auch seine Werke käuflich erwerben konnte, vertrieben wir uns die Zeit bis zur Einkehr in die Gaststätte Scharn. Dieses Mal verzichteten wir zu Ehren von Herrn Busch auf einen Gesangsvortrag, da er dieser Kunst anscheinend etwas ferner stand, was man zum Beispiel an dem Spruch: "Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen" erkennen kann. Doch auch hier war der Tisch schon reichlich mit Geschirr, Besteck, mit Zwiebelringen verzierten Matjes Filets und zwei Sorten Fleisch in Aspik, wozu später noch Bratkartoffeln gereicht wurden, gedeckt. Die als Erstes servierte Suppe wurde, zwecks Aufnahme in meine Suppenrezept Sammlung, genauestens analysiert. Sie bestand pro Suppenschälchen aus Wasser, Fettaugen, zwei Markklößchen, zwei Stückchen Eierstich, einem Esslöffel Buchstabennudeln (bei denen das F fehlte), Salz, Maggi und gehackter Petersilie oder so was Ähnlichem. Alles in Allem ein gelungenes Dinner. Nach dem Essen nutzte jeder die Zeit auf seine Weise. Doch sie brach an, die Stunde der Musik, mit der Combo (Akkordeon und Bassgitarre) noch ohne Namen. Bei Volksmusik und bekannten Schlagern wurden die Tänzer langsam unruhig. Jetzt ging es, wie nicht anders erwartet, los. Die Damen wurden gnadenlos, bis zur Transpiration, über das Parkett gejagt und es gab nur noch glückliche Gesichter. In der ersten Tanzpause haben wir einen Namen für die Stimmungskanonen gefunden. "Heidewitzka Kapelle" sollen sie heißen. Die Tanzfläche war noch Stunden später voll und der Bassist hatte noch immer keine Miene verzogen. Doch irgendwann sind selbst die stärksten Recken müde und die Heimfahrt wird angetreten. Horst verwöhnte uns im Bus noch mit seinem Gesang und alle sahen nach diesem gelungenen Tag so zufrieden aus wie Lenchen.                     Erlebnisbericht von Bernd Bader

 

Es gibt noch mehr Bilder!